Die Tante Huber in Tübingen…

…ist ein inklusives Wohnprojekt in der Tübinger Südstadt. Das Projekt besteht einerseits aus einer bunten Gruppe engagierter Menschen, die in ganz verschiedenen Wohnformen die eine Hälfte des Hauses bewohnen. Andererseits bilden drei soziale Vereine die zweite Hälfte des Projektes. Die AIDS-Hilfe Tübingen-Reutlingen, der Verein für Sozialpsychiatrie (VSP) und der Waldorfkindergarten Südstadt nutzen das Gebäude schon seit vielen Jahren für ihre erfolgreiche soziale Arbeit. Durch den Selbstkauf als Teil des MHS im Jahr 2016 konnte die drohende Verdrängung dieser Vereine durch explodierende Mieten abgewendet werden. Neben dem Kindergarten betreiben die Vereine zwei kleine Büroräume und vor allem verschiedene Formen betreuten Wohnens in der Tante Huber: von der Wohngruppe bis hin zur weitgehend selbstständigen Einzelwohnung mit Beratungsmöglichkeiten im Bedarfsfall. Nicht nur die Bewohner*innen von AIDS-Hilfe und VSP, auch die übrigen Menschen im Haus bringen vollkommen unterschiedliche Voraussetzungen und Geschichten mit: Wir sind unter 1 und über 60 Jahr(e) alt, haben viele verschiedene Ausbildungs- und Berufserfahrungen, wir haben Migrations- und Fluchtgeschichten und viele Verwandte in Schwaben. Wir wohnen als Familien und als Wohngemeinschaften, alleine und gemeinsam. Als Tanten in der Huberstraße versuchen wir immer wieder neu Begegnungen zu schaffen und Gemeinschaft zu leben. Im Garten und in der Hausbar, bei Veranstaltungen, Hausfesten vor allem aber zwischen Tür und Angel, im Treppenhaus des Alltags.