2015

Zeitungsartikel vom 03.11.15

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Zeitungsartikel vom 27.04.15

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Was ist im letzten Jahr passiert?

  • Bauantrag                                                                                         Seit Monaten arbeiten wir mit einem Architektenteam an der Verwirklichung unserer baulichen Vorstellungen. Ein entsprechender Bauantrag wird im April 2015 gestellt.
  • Aufnahme in das Mietshäusersyndikat
    Am 10.01.2015 wurde das Wohnprojekt Tante Huber bei der Vollversammlung ins das Mietshäuser Syndikat aufgenommen.
  • Antrag Mietshäuser SyndikatsprojektWir beantragen eine Aufnahme als Mietshäuser Syndikats (MHS) Projekt bei der gesamtweiten Vollversammlung aller MHS Projekte im Januar, die schönerweise in Tübingen stattfinden wird.
  • GmbH Gründung
    Mit Sekt haben wir am 28.11.14 die Gründung unserer „Tante Huber GmbH“ gefeiert. :-)

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Zeitungsartikel vom 18.01.15

Steine in den Weg gelegt

Mietshäuser-Syndikat sieht Projekte durch neues Gesetz bedroht

Von Philipp Koebnik

In der Huberstraße entsteht nicht nur ein neues, sondern ein außergewöhnliches Wohnprojekt. Doch ein neues Gesetz könnte das Aus bedeuten, nicht nur für dieses Projekt. Auf der Mitgliederversammlung des Mietshäuser-Syndikats wurde das weitere Vorgehen beraten.

Mietshäuser-Syndikat sieht Projekte durch neues Gesetz bedroht

In der Huberstraße entsteht bald Tübingens fünftes Wohnprojekt im Rahmen des Mietshäuser-Syndikats – samt Sozialvereinen und Kindergarten. Archivbild: Metz

Tübingen. „Das hat uns sehr gefreut und gibt uns Rückenwind“, sagte Till Gocht vom Projektteam Huberstraße. Er meinte damit die Aufnahme der Huberstraße in das Freiburger Mietshäuser-Syndikat, die am Samstag von der bundesweiten Mitgliederversammlung in Tübingen beschlossen wurde. Damit gehören nun mit der Schellingstraße, der Ludwigstraße, der Hegelstraße sowie dem „Vier-Häuser-Projekt“ fünf Tübinger Projekte zum Syndikats-Verbund.

Das Besondere an dem neuen Wohnprojekt: Neben der Aidshilfe und dem Verein zur Förderung einer sozialen Psychiatrie (VSP) gehört auch der Waldorfkindergarten Südstadt zur Initiative. Dort soll also nicht nur günstiger Wohnraum entstehen. Mit den betreuten Wohngruppen und dem Kindergarten wird es zudem eine lebendige und bunte Mischung werden.

Noch ist es aber nicht so weit, denn zunächst muss das Haus saniert werden. Solange die Renovierungsarbeiten laufen, werden die Bewohner vorübergehend in ein Haus der Gesellschaft für Wohnungs- und Gewerbebau (GWG) in der Eugenstraße umziehen.

Ende des Jahres soll das Haus gekauft werden, die Gesamtkosten belaufen sich auf etwa fünf Millionen Euro, so Gocht, der auch in der regionalen Koordination des Mietshäuser-Syndikats mitarbeitet. Ein Teil der Summe soll über Direktkredite finanziert werden: „Eine Million ist realistisch“, sagte Philipp Berens vom „Vier-Häuser-Projekt“. Damit das Projekt Realität werden kann, benötige man allerdings dringend weitere Direktkredite, wie beide betonten. Dafür wolle man in den kommenden Monaten intensiv werben.

Eines bereitet allerdings nicht nur den Initiatoren dieses Projekts Sorgen. Bald könnte ein neues Gesetz verabschiedet werden, das eine Finanzierung über Direktkredite massiv erschweren würde (wir berichteten). Anlass für das neue Gesetz war die Pleite des Windkraftunternehmens Prokon. Um Kleinanleger besser zu schützen, will die Bundesregierung nun den sogenannten Grauen Kapitalmarkt schärfer regulieren.

Das Gesetz in seiner ersten Fassung hätte sich, so Gocht, aufgrund seiner Prospektpflicht (siehe Kasten) fatal auf Projekte ausgewirkt, die über Direktkredite finanziert werden. Aber auch die neue Version, die einige Ausnahmen enthält, sei sehr problematisch, wie Berens erläuterte. Man verlange den Kreditgebern ab, „fast komplett auf eine Verzinsung zu verzichten“, kritisierte er. Immerhin betragen die Zinsen bei diesem Projekt ohnehin höchstens zwei Prozent, es handle sich also nicht um eine profitorientierte Anlage.

Der Wunsch nach mehr Transparenz – Grund für das neue Gesetz – sei „absolut nachvollziehbar“, so Gocht. Transparenz ließe sich allerdings ganz einfach mit einem Vermögensinformationsblatt schaffen, teure Prospekte seien unnötig. Verbraucherschutz sei auch ihnen wichtig, erklärten die beiden. Nun jedoch drohe bürgerschaftliches Engagement „erstickt zu werden“, warnte Berens.

Die gut 200 Teilnehmer/innen der Mitgliederversammlung beschlossen, weiter mit der Politik und der Verbraucherschutzzentrale in Kontakt zu bleiben und nach einer Lösung zu suchen.

Mehr Infos zu Direktkredit-Verträgen gibt es unter: www.huberstrasse.de