betrifft: Kampf ums Wohnen – Wenn die 4 Wände unbezahlbar werden

Bewohner_innen der Tante Huber machten einen Beitrag zum Film:

Logo "betrifft", Quelle: SWR

Preiswerter Wohnraum ist im Herzen der Großstädte nicht mehr zu finden. Der Film benennt Fehler und fragt die verantwortlichen Wohnbau- und Stadtpolitiker. Wie können gegenläufige Interessen von Investoren und Bürgern zu einer Lösung führen?

Die Tante Huber als Beispiel im Mietshäusersyndikat, wie Sozialwohnungsbau  von den Bewohner_innen selbst organisiert wird und wie Städte das Konzept fördern könnten.

ein SWR-Video der Sendung vom 08.11.2017 20:15 Uhr

Zeitungsartikel zum Einzugsfest im Mai

Ein Nachtrag: Unser Einweihungsfest am 20. Mai 2017 war ein voller Erfolg. Viele Menschen aus der Nachbarschaft, Freunde und Bekannte, sowie Unterstüzende aus nun immerhin fast 8 Jahren Projektplanung & -umsetzung haben Wohnungen besichtigt, Eindrücken und Erfahrungen einer Podiumsdiskussion gelauscht und mit uns gefeiert. Vielen Dank für alles! Eure Tanten aus der Huber.

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Schöner Wohnen Podiumsgespräch

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Im Rahmen des Aktionsmonats Mai 2017 des Radios Wüste Welle Tübingen mit dem bewusst offenen Titel „In was für einer Welt wollen wir leben? Freie Kommunikation gegen Rechts“ trafen sich Vertreter Tübinger Wohnprojekte zu einem Podiumsgespräch. Auch die Tante Huber stellte sich den Fragen der szeneunterstützenden Radiolegende Matzel Xander und gab Einblicke in Entwicklung und Wohnform des neusten Tübinger Wohnprojekts. Ganz am Ende des guten Überblicks zu einigen alternativen Tübinger Wohnformen (Münze13, Wilhelma, Tante Huber, Wagenburg, 4HP, LU15) spannten wir dann auch den Bogen zu unserem Einsatz gegen menschenverachtende Haltungen.

Die Sendung aus dem Blauen Salon vom 9. Mai findet ihr hier.

Erste Einzüge

Juhu, die ersten Wohnungen wurden fertiggestellt und die ersten Menschen sind in die Tante Huber eingezogen. Jetzt brennt abends Licht, tagsüber sitzen Menschen auf Balkonen und vor dem Haus parken Fahrräder.

Es gibt bereits viel Leben im Haus! Aber die Baustelle wird noch bis in den Mai andauern, wann auch die letzten Einzüge stattfinden werden.

Wir freuen uns endlich alle zusammen zu ziehen.

Newsletter Januar 2017

Liebe Interessierte, Liebe Unterstützer*innen,

ein äußerst spannendes Jahr ist angebrochen, denn der Tante Huber steht einiges bevor:

Bis Mai wird die Sanierung weitestgehend abgeschlossen sein und bereits im März werden die ersten Wohnungen bezogen.

Mit unserem Einzug im Frühjahr, wollen wir gemäß dem Wandel der Jahreszeiten, auch den Raum um und am Haus mit neuem Leben füllen. Ein ganz wesentliches zukünftiges Vorhaben ist die Planung und Umsetzung eines gemeinschaftlich genutzten Nachbarschaft-Gartens. Dieser soll auf einer brachliegenden Fläche nahe unseres Grundstücks entstehen und einen lebendigen Ort der Zusammenkunft bilden. Auf der Fläche direkt am Haus werden wir ebenfalls mit dem Gärtnern beginnen, sowie den Bau eines Fahrradschuppens, eines Müllhäuschens und einer gemütlichen Sitzecke verwirklichen.
Nicht bloß um die Tante Huber wird sich vieles wandeln, sondern auch innerhalb des Projekts steht einiges an. Schon im Zuge der Sanierung hat sich bei etlichen Diskussions- und Sitzungsanlässen gezeigt, wie hervorragend die integrative Zusammenarbeit mit den Vereinen funktioniert. Wir haben uns kennen und vertrauen gelernt und blicken nun freudig in die nahe Zukunft neue und alte Bewohner*innen der Vereins-WGs kennen zu lernen. Eine erste gemeinsame Aktion ist das baldige Streichen und Gestalten der Treppenhäuser.
Unser Projekt und unser Wille hören nicht an der Grundstücksgrenze auf! So erfolgreich dieses Projekt ist, so sehr ist es „nur“ ein weiterer Schritt einer großen Bewegung. Unser Ehrgeiz ist es – als Teil des Mietshäusersyndikats – nach wie vor der Spekulation mit Immobilien und dem Mietwucher entschieden entgegenzutreten. Das Mietshäusersyndikat soll weiter ausgebaut werden um für noch mehr Menschen Wohnraum frei von Profit-interesse und Privateigentum zu schaffen! Dazu werden wir auch 2017 in Tübingen und über die Grenzen unseres kleinen grünen Städtchens hinaus unkommerzielle Wohn-projekte unterstützen, Überzeugungsarbeit in der Politik leisten und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft fördern.

Das Mietshäusersyndikat – ein Stück realisierte Utopie, wie die Tübinger Erfolge zeigen:
Schellingstrasse dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2004
Lu 15 dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2009
Hegel dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2010
4-Häuser-Projekt dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2011
Tante Huber dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2016

Vielen herzlichen Dank für Eure bisherige Unterstützung und Euren Beitrag, der diese Projekte möglich macht. Wir wünschen Euch einen schwungvollen Start in ein erfolgreiches Jahr 2017!

DAS IST UNSER HAUS Ein Info-Film über das Mietshäusersyndikat

Tatsächunserhausgretherlich ist es jetzt soweit: Unser Film über und für das Syndikat ist quasi fertig.
Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz.

Er kann auf der Webseite   www.das-ist-unser-haus.de gratis gesehen werden. Er ist ebenso für nichtkommerzielle, öffentliche Aufführungen freigegeben.

Bei Interesse bitte vorab den geplanten Aufführungstermin per Mail an termin@das-ist-unser-haus.de anmelden.

Es war nun ein wirklich langer Prozess diesen Film in dieser Form so zu machen. Durch die CC-Lizenz waren wir gezwungen das ganze Geld im Vorfeld zu beschaffen. Leider ist es uns nicht gelungen soviel Geld wie nötig gewesen wäre zu sammeln und somit haben wir eine Deckungslücke von 12.000 Euro.
Wir haben trotzdem beschlossen den Film zu drehen und sind nun pleite aber mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.

Wir danken allen, die uns auf verschiedenste Art und Weise geholfen haben, diesen Film zu realisieren. Wir wünschen uns eine maximale Verbreitung und Euch eine gute Unterhaltung beim Schauen.

dasistunserhaus

 

Newsletter 2016

Dieses Jahr ist viel passiert!img_6235

Seit Anfang des Jahres, als wir das Haus gekauft haben und unsere Sanierung begonnen hat, ist nicht mehr viel von der alten Tante Huber übrig geblieben: Tausende neue Ziegel bilden ein dichtes Dach, moderne Fenster dämmen die Wohnungen, Wohninnenräume ersetzen die bisherigen Logias, Rohrleitungen und Elektroinstallation sind komplett ausgetauscht, das Dachgeschoss erweitert und geräumige Balkone der Südseite vorgesetzt worden.SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Das äußere Erscheinungsbild ist dadurch durchaus ein anderes und unzweifelhalt hat das Haus Huberstr. 14/16 auch etwas seines französischen Charmes eingebüßt, doch wir freuen uns über die zeitgemäße, energieeffiziente, teils barrierefreie und bisher äußerst erfolgreiche Sanierung.
Momentan laufen Putz-, Maler- und Parkettlegearbeiten, teilweise unter Beteiligung der künftigen Bewohner*innen. Die Gartenkonzeption erfolgt ebenfalls in Eigenleistung, wobei zum Glück auch auf einige der alten Bäume und Büsche zurückgegriffen werden kann.

Das letzte Jahr war jedoch nicht bloß von der Sanierung geprägt. Auch in allen anderen Projektarbeitsbereichen: Finanzierungsplanung, Gruppenbildungsprozess, Öffentlichkeitsarbeit, Einbindung ins Mietshäuser-Syndikat und Absprache mit den Projektpartnern – machten wir viele neue, wertvolle Erfahrungen und große Schritte nach vorne. So organisierten wir übimg_8385er 100 Plena, einige Projekttage und -wochenenden sowie manche Pressetreffen, führten ungezählte Telefonate, feierten das Richtfest und verbrachten unzählige Stunden im Büro und viele Tage auf der Baustelle.
Nun gegen Ende des Jahres laufen die ersten, kurzfristig gewährten Direktkredite aus, sodass wir nach wie vor auf weitere Unterstützung angewiesen sind.

Vielen Dank für Euren bisherigen Einsatz!

Soweit wünschen euch eure Tant*en vom Wohnprojekt Tante Huber alles Gute und ein ruhiges ausklingendes Jahr!