Erste Einzüge

Juhu, die ersten Wohnungen wurden fertiggestellt und die ersten Menschen sind in die Tante Huber eingezogen. Jetzt brennt abends Licht, Tags sitzen Menschen auf Balkonen, vor dem Haus parken Fahrräder.

Es gibt viele leben im Haus…. Aber die Baustelle wird noch bis in den Mai hineinreichen, wo die letzten in die letzten Einzüge sind…

Freu freuen uns endliche alle zusammen zu ziehen.

Newsletter Jannuar 2017

Liebe Interessierte, Liebe Unterstützer*innen,

ein äußerst spannendes Jahr ist angebrochen, denn der Tante Huber steht einiges bevor:

Bis Mai wird die Sanierung weitestgehend abgeschlossen sein und bereits im März werden die ersten Wohnungen bezogen.

Mit unserem Einzug im Frühjahr, wollen wir gemäß dem Wandel der Jahreszeiten, auch den Raum um und am Haus mit neuem Leben füllen. Ein ganz wesentliches zukünftiges Vorhaben ist die Planung und Umsetzung eines gemeinschaftlich genutzten Nachbarschaft-Gartens. Dieser soll auf einer brachliegenden Fläche nahe unseres Grundstücks entstehen und einen lebendigen Ort der Zusammenkunft bilden. Auf der Fläche direkt am Haus werden wir ebenfalls mit dem Gärtnern
beginnen, sowie den Bau eines Fahrradschuppens, eines Müllhäuschens und einer gemütlichen Sitzecke verwirklichen.
Nicht bloß um die Tante Huber wird sich vieles wandeln, sondern auch innerhalb des Projekts steht einiges an. Schon im Zuge der Sanierung hat sich bei etlichen Diskussions- und Sitzungsanlässen gezeigt, wie hervorragend die integrative Zusammenarbeit mit den Vereinen funktioniert. Wir haben uns kennen und vertrauen gelernt und blicken nun freudig in die nahe Zukunft neue und alte Bewohner*innen der Vereins-WGs kennen zu lernen. Eine erste gemeinsame Aktion ist das baldige Streichen und Gestalten der Treppenhäuser.
Unser Projekt und unser Wille hören nicht an der Grundstücksgrenze auf! So erfolgreich dieses Projekt ist, so sehr ist es „nur“ ein weiterer Schritt
einer großen Bewegung. Unser Ehrgeiz ist es – als Teil des Mietshäusersyndikats – nach wie vor der Spekulation mit Immobilien und dem Mietwucher entschieden entgegenzutreten. Das Mietshäuser-syndikat soll weiter ausgebaut werden um für noch mehr Menschen Wohnraum frei von Profitinteresse und Privateigentum zu schaffen! Dazu werden wir auch 2017 in Tübingen und über die Grenzen unseres kleinen grünen Städtchens hinaus unkommerzielle Wohnprojekte unterstützen,
Überzeugungsarbeit in der Politik leisten und selbstbestimmtes Leben in der Gemeinschaft fördern.

Das Mietshäusersyndikat – ein Stück realisierte Utopie, wie die Tübinger Erfolge zeigen:
Schellingstrasse dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2004
Lu 15 dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2009
Hegel dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2010
4-Häuser-Projekt dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2011
Tante Huber dem Wohnungsmarkt entzogen seit 2016

Vielen herzlichen Dank für Eure bisherige Unterstützung und Euren Beitrag, der diese Projekte möglich macht. Wir wünschen Euch einen schwungvollen Start in ein erfolgreiches Jahr 2017!

DAS IST UNSER HAUS Ein Info-Film über das Mietshäusersyndikat

Tatsächunserhausgretherlich ist es jetzt soweit: Unser Film über und für das Syndikat ist quasi fertig.
Der circa 64 Minuten lange Film hat eine CC-Lizenz.

Er kann auf der Webseite   www.das-ist-unser-haus.de gratis gesehen werden. Er ist ebenso für nichtkommerzielle, öffentliche Aufführungen freigegeben.

Bei Interesse bitte vorab den geplanten Aufführungstermin per Mail an termin@das-ist-unser-haus.de anmelden.

Es war nun ein wirklich langer Prozess diesen Film in dieser Form so zu machen. Durch die CC-Lizenz waren wir gezwungen das ganze Geld im Vorfeld zu beschaffen. Leider ist es uns nicht gelungen soviel Geld wie nötig gewesen wäre zu sammeln und somit haben wir eine Deckungslücke von 12.000 Euro.
Wir haben trotzdem beschlossen den Film zu drehen und sind nun pleite aber mit dem Ergebnis auch sehr zufrieden.

Wir danken allen, die uns auf verschiedenste Art und Weise geholfen haben, diesen Film zu realisieren. Wir wünschen uns eine maximale Verbreitung und Euch eine gute Unterhaltung beim Schauen.

dasistunserhaus

 

Newsletter 2016

Dieses Jahr ist viel passiert!img_6235

Seit Anfang des Jahres, als wir das Haus gekauft haben und unsere Sanierung begonnen hat, ist nicht mehr viel von der alten Tante Huber übrig geblieben: Tausende neue Ziegel bilden ein dichtes Dach, moderne Fenster dämmen die Wohnungen, Wohninnenräume ersetzen die bisherigen Logias, Rohrleitungen und Elektroinstallation sind komplett ausgetauscht, das Dachgeschoss erweitert und geräumige Balkone der Südseite vorgesetzt worden.SAMSUNG DIGITAL CAMERA

Das äußere Erscheinungsbild ist dadurch durchaus ein anderes und unzweifelhalt hat das Haus Huberstr. 14/16 auch etwas seines französischen Charmes eingebüßt, doch wir freuen uns über die zeitgemäße, energieeffiziente, teils barrierefreie und bisher äußerst erfolgreiche Sanierung.
Momentan laufen Putz-, Maler- und Parkettlegearbeiten, teilweise unter Beteiligung der künftigen Bewohner*innen. Die Gartenkonzeption erfolgt ebenfalls in Eigenleistung, wobei zum Glück auch auf einige der alten Bäume und Büsche zurückgegriffen werden kann.

Das letzte Jahr war jedoch nicht bloß von der Sanierung geprägt. Auch in allen anderen Projektarbeitsbereichen: Finanzierungsplanung, Gruppenbildungsprozess, Öffentlichkeitsarbeit, Einbindung ins Mietshäuser-Syndikat und Absprache mit den Projektpartnern – machten wir viele neue, wertvolle Erfahrungen und große Schritte nach vorne. So organisierten wir übimg_8385er 100 Plena, einige Projekttage und -wochenenden sowie manche Pressetreffen, führten ungezählte Telefonate, feierten das Richtfest und verbrachten unzählige Stunden im Büro und viele Tage auf der Baustelle.
Nun gegen Ende des Jahres laufen die ersten, kurzfristig gewährten Direktkredite aus, sodass wir nach wie vor auf weitere Unterstützung angewiesen sind.

Vielen Dank für Euren bisherigen Einsatz!

Soweit wünschen euch eure Tant*en vom Wohnprojekt Tante Huber alles Gute und ein ruhiges ausklingendes Jahr!

Nisthilfen für Mauersegler und Quartiersteine für Fledermäuse

Seit einigen Wochen ist die Außenfassade unseres Hauses fertig und mit dem Außenputz wurden Nisthilfen für Mauersegler und Quartiersteine für Fledermäuse angebracht.img_8412

Mauersegler die im südlichen Afrika überwintern kommen im Sommer zu uns und finden in Gebäudenischen Nistmöglichkeiten die sie ursprünglich an Felswänden vorgefunden haben. Auch Fledermäuse die sich ursprünglich in Felsspalten oder -höhlen fortgepflanzt und überwintert haben finden in großen Dachstühlen adäquaten Ersatz. Im Zuge energetischer Gebäudesanierungen gehen solche Fledermausquartiere und Vogelnistplätze mehr und mehr verloren. img_8405Dem haben wir entgegengewirkt und insgesamt 14 Ersatzquartiere an unserem Gebäude in der Huberstraße geschaffen. Acht Niststeine für Mauersegler und zwölf Fortpflanzungs- und Überwinterungsquartiere für Fledermäuse. Wenn die Mauersegler im kommenimg_8401den Frühjahr nach langer Reise wieder zu uns kommen, hoffen wir dass der von uns zur Verfügung gestellte Wohnraum zahlreich angenommen wird und freuen uns schon auf unsere neuen Mitbewohner*Innen.

Erfahrungen aus Tübingen sind im Berliner Ministerium gefragt

Einladung nach Berlin // Wohnidee ausTübingen ist Teil eines Modellprogramms des Bundesfamilienministeriums // Wissen zu neuen Wohnformen sammeln

Als Expertinnen und Experten für innovative Wohnformen sind jetzt die Initiatorinnen/Initiatoren der Wohnprojekt Tante Huber GmbH aus Tübingen im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßt worden. Die Gruppe gehört zum ausgewählten Kreis von bundesweit 29 Projekten, die ihre Erfahrungen beim Aufbau neuer Wohnangebote in ein Modellprogramm einbringen sollen. „Wir sind angewiesen auf Ihre Erfahrung. Die brauchen wir, um die Ideen und Möglichkeiten neuer Wohnformen weiter nach vorne zu bringen“, sagte Unterabteilungsleiterin Christiane Viere zur Begrüßung.

Für das Modellprogramm sind bundesweit unterschiedlichste Initiativen und Projekte ausgesucht worden, die jetzt bis 2019 gefördert und durch die Bundesvereinigung FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. als Geschäftsstelle begleitet werden. Die Teilnehmenden entwickeln, bauen und sanieren an neuen Formen der Gemeinschaft in Dorf wie Stadt. Das Potenzial der Projekterfahrungen wurde bereits zum Auftakt deutlich: Wie man neue Wohnmodelle für Menschen mit geringen Einkommen schafft? Wie man Quartiere zu starken Gemeinschaften ausbaut und ein engmaschiges soziales Netz schafft? Stadtbezirke neu belebt, Dörfer revitalisiert? Wie man kurzfristig Wohnraum für Flüchtlinge schafft?

Einfach „Beton anzumischen und zu bauen“ sei eine große Gefahr, erläuterte Dr. Josef Bura als Vorsitzender des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen. Der gemeinnützigen Bundesvereinigung sei es ein Herzensanliegen, die sozialen Bezüge im Wohnen im Blick zu behalten: „Wir wollen mehr Vielfalt im Wohnen fördern und mehr Zusammenhalt im Leben.“

In Vorträgen, Gesprächen und Gruppenarbeiten trugen die Referierenden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vielfältige Hinweise zusammen. Besonders die Rolle der Kommunen stand zur Auftaktveranstaltung in Berlin im Mittelpunkt. „Viele Projekte können ihr Konzept erst umsetzen, weil Kommunen sie fördern, unterstützen oder sogar als Starthelfer die Initiative ergreifen“, leitete Dr. Andrea Töllner vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. das Thema ein. Tübingen gelte dabei überregional als Beispielkommune. Die Stadt genieße einen exzellenten Ruf, weil sie sich für eine hohe Qualität gerade bei der Grundstücksvergabe an Baugruppen und Projekte einsetze. Baubürgermeister Cord Soehlke verdeutlichte anschließend, warum die Stadt sich seit 20 Jahren – mit sicherem Rückhalt aus der Politik – für eine Festpreisvergabe einsetzt. 

In der Plenumsdiskussion zeigte sich, wie vielfältig die kommunale Beteiligung vor Ort erlebt wird. Mehr Know-how und Fortbildungen zum Gemeinschaftlichen Wohnen seien auch für Kommunen wünschenswert. Es sei wichtig, dass bekannter werde, welche vielfältigen Möglichkeiten und Veränderungen Wohnprojekte im Dorf und Quartier anstoßen könnten. „Die Kommunen sollten Baugemeinschaften eher als Entwicklungshelfer für Sozialräume sehen, nicht allein als Käufer“, präzisierte es eine Gruppe.

Informationen zum eigenen Projekt können folgen

Mehr Informationen zum Modellprogramm unter wohnprogramm.fgw-ev.de