Erfahrungen aus Tübingen sind im Berliner Ministerium gefragt

Einladung nach Berlin // Wohnidee ausTübingen ist Teil eines Modellprogramms des Bundesfamilienministeriums // Wissen zu neuen Wohnformen sammeln

Als Expertinnen und Experten für innovative Wohnformen sind jetzt die Initiatorinnen/Initiatoren der Wohnprojekt Tante Huber GmbH aus Tübingen im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend begrüßt worden. Die Gruppe gehört zum ausgewählten Kreis von bundesweit 29 Projekten, die ihre Erfahrungen beim Aufbau neuer Wohnangebote in ein Modellprogramm einbringen sollen. „Wir sind angewiesen auf Ihre Erfahrung. Die brauchen wir, um die Ideen und Möglichkeiten neuer Wohnformen weiter nach vorne zu bringen“, sagte Unterabteilungsleiterin Christiane Viere zur Begrüßung.

Für das Modellprogramm sind bundesweit unterschiedlichste Initiativen und Projekte ausgesucht worden, die jetzt bis 2019 gefördert und durch die Bundesvereinigung FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. als Geschäftsstelle begleitet werden. Die Teilnehmenden entwickeln, bauen und sanieren an neuen Formen der Gemeinschaft in Dorf wie Stadt. Das Potenzial der Projekterfahrungen wurde bereits zum Auftakt deutlich: Wie man neue Wohnmodelle für Menschen mit geringen Einkommen schafft? Wie man Quartiere zu starken Gemeinschaften ausbaut und ein engmaschiges soziales Netz schafft? Stadtbezirke neu belebt, Dörfer revitalisiert? Wie man kurzfristig Wohnraum für Flüchtlinge schafft?

Einfach „Beton anzumischen und zu bauen“ sei eine große Gefahr, erläuterte Dr. Josef Bura als Vorsitzender des FORUM Gemeinschaftliches Wohnen. Der gemeinnützigen Bundesvereinigung sei es ein Herzensanliegen, die sozialen Bezüge im Wohnen im Blick zu behalten: „Wir wollen mehr Vielfalt im Wohnen fördern und mehr Zusammenhalt im Leben.“

In Vorträgen, Gesprächen und Gruppenarbeiten trugen die Referierenden und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vielfältige Hinweise zusammen. Besonders die Rolle der Kommunen stand zur Auftaktveranstaltung in Berlin im Mittelpunkt. „Viele Projekte können ihr Konzept erst umsetzen, weil Kommunen sie fördern, unterstützen oder sogar als Starthelfer die Initiative ergreifen“, leitete Dr. Andrea Töllner vom FORUM Gemeinschaftliches Wohnen e.V. das Thema ein. Tübingen gelte dabei überregional als Beispielkommune. Die Stadt genieße einen exzellenten Ruf, weil sie sich für eine hohe Qualität gerade bei der Grundstücksvergabe an Baugruppen und Projekte einsetze. Baubürgermeister Cord Soehlke verdeutlichte anschließend, warum die Stadt sich seit 20 Jahren – mit sicherem Rückhalt aus der Politik – für eine Festpreisvergabe einsetzt. 

In der Plenumsdiskussion zeigte sich, wie vielfältig die kommunale Beteiligung vor Ort erlebt wird. Mehr Know-how und Fortbildungen zum Gemeinschaftlichen Wohnen seien auch für Kommunen wünschenswert. Es sei wichtig, dass bekannter werde, welche vielfältigen Möglichkeiten und Veränderungen Wohnprojekte im Dorf und Quartier anstoßen könnten. „Die Kommunen sollten Baugemeinschaften eher als Entwicklungshelfer für Sozialräume sehen, nicht allein als Käufer“, präzisierte es eine Gruppe.

Informationen zum eigenen Projekt können folgen

Mehr Informationen zum Modellprogramm unter wohnprogramm.fgw-ev.de

Richtfest

Ein Richtfest wird dann gefeiert, wenn der Rohbau und Dachstuhl fertig ist. Unsere Sanierungsarbeiten schreiten täglich voran und bevor die neuen Fenster eingebaut werden, feierten wir am 03.06 nach Handwerkertradition das Richtfest.

Kaufvertragsunterzeichnung

Endlich haben wir die Huberstrasse 14/16 gekauft.

Die Kaufvertragsunterzeichnung fand am 21.01.16 in den Räumen der Huberstrasse 16 statt. Während draußen die ersten Bauarbeiten der Sanierung zu hören warkaufvertragsunterzeichnung1en, konnten wir drinnen mit Sekt auf den Kauf anstoßen.

Großen Dank an alle, die uns bisher unterstützt haben und dieses Projekt ermöglichen. Dazu gehören alle, die das Projekt mit angestoßen haben, alle die dabei waren und noch immer sind. Ein Extra-Dankeschön an die Vereine im Projekt. Ein Dankeschön an die Stadt, die uns beispielsweise mit einer B2016-01-02_12-07-23ürgschaft für den Waldorfkindergarten unterstützt. Ein Dankeschön auch an alle unsere Berater_innen vom Mietshäusersyndikat. Ein Dankeschön an alle DK-Geber_innen. Und ein großes Dankeschön auch an die Kinder, die so tapfer bei allem dabei sind und bravourös der Kaufvertragsunterzeichnung zugehört haben. Und natürlich an alle anderen, die hier nicht genannt sind …

zeitungsartikel21_01_15

Newsletter vom 08.01.15

Nun ist es soweit: wir kaufen die Huberstraße!

Am 21.01.16 werden wir 2015-12-19_15-08-13den Kaufvertrag mit der GWG (kommunale Wohnungsbaugesellschaft) unterzeichnen.   Die dafür benötigten Direktkredite in Höhe von einer Million Euro haben wir bis zum Jahresende 2015 gesammelt. Vielen vielen Dank für die vielfältige Unterstützung!

Jetzt stecken wir bereits mitten in der Sanierung. Am kommenden Montag, den 11.01. werden die ersten Gewerke mit den Sanierungsarbeiten beginnen. In den letzten drei Wochen haben wir in Eigenleistung das Haus von Müll und alten Möbeln entrümpelt, Einbauschränke 2016-01-02_12-07-23abgerissen, Zwischenwände durchbrochen, Tapete entfernt und und und. Das Haus ist riesig – es gibt einiges zu tun. Am Samstag, den 09.01. ab 9.30 Uhr machen wir einen letzten Entrümpelungstag. Helfende Hände und sonstige Unterstützung sind sehr herzlich willkommen.

Liebe Grüße Die Tanten Huber

Newsletter vom 22.12.15

+++ Gemeinderat beschließt einstimmig Bürgschaft für den Kindergarten in der Huberstraße
+++ Teilbaugenehmigung ist erteilt
+++ Dem Hauskauf im Januar steht nichts mehr im Wege
+++ Entrümpelung des Hauses hat begonnen
+++ 923 000 Euro Direktkredite wurden gesammelt
+++ 77 000 Euro Direktkredite fehlen noch
+++ Die Tanten Huber wünschen eine frohe Ferienzeit ….

Newsletter vom 12.12.15

Es gibt Neues vom Wohnprojekt Huberstraße. Bald ist es soweit:

*Mitte Januar kaufen wir das Gebäude Huberstraße 14-16. *

Kaum zu glauben nach 4 ½ Jahren Planung und Vorbereitung! Der Kaufvertrag liegt uns vor und sobald unser Bauantrag endgültig genehmigt ist, werden wir einen Kauftermin festlegen. Dann wird unterschrieben und gefeiert! Wir sind jetzt also in der heißen Phase und es geht alles Schlag auf Schlag. Über die wichtigsten Dinge wollen wir Euch informieren: … wir haben sehr viel Öffentlichkeitsarbeit gemacht und in 6 Wochen mehr als 400 000 Euro (!) Direktkredite gesammelt. 

*Insgesamt haben wir mittlerweile über ***750 000 Euro*** Direktkredite. **Wir suchen bis ** Mitte Januar ** noch ***250 000 Euro***; wegen des 2016 in Kraft tretenden Kleinanleger_innenschutzgesetzes möglichst bis Ende Dezember.

Deswegen: Unterstützt uns jetzt mit einem Direktkredit. Ob klein ob groß – jeder Direktkredit, den Ihr bei uns anlegt, bringt uns weiter! Direktkredite können ab 500 Euro angelegt werden. Die Zinsen sind frei wählbar – bis Ende Dezember zwischen 0 und 2%. Wegen dem Kleinanleger_innenschutzgesetz wird ab 2016 bei Neuverträgen die maximale Verzinsung 1,5% betragen. … außerdem haben wir eine Bundesförderung von 200 000 Euro bewilligt bekommen. Und zwar im Rahmen des Programms „Gemeinschaftlich wohnen, selbstbestimmt leben“. Wir hatten uns für diese Ausschreibung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Frühjahr beworben. Unter den über 200 Bewerbungen wurden wir als eines von bundesweit 29  Projekten für die Förderung ausgewählt. Wir freuen uns sehr über diesen Erfolg! Auch die Stadt Tübingen unterstützt das Projekt auf mehreren Ebenen. Unter anderem hat die Stadtverwaltung einen Antrag eingereicht über den am 17.12.15 im Gemeinderat entschieden wird. Der Antrag sieht eine Bürgschaft für den Waldorfkindergarten in der Huberstraße in Höhe von 500 000 Euro* vor. … mit unserem Architekten uns dessen Planungsbüro bereiten wir die *Sanierung* vor und werden ab Januar einen**externen**Bauleiter**einstellen. Außerdem haben wir zwei 450 Euro Stellen für das *Baucontrolling* und die *Bauherrenvertretung* geschaffen. Die Ausschreibungen für die Sanierung laufen und die ersten Aufträge sind vergeben.

Parallel läuft der *Umzug* der betreuten Wohngruppen der Aidshilfe und des VSP sowie des Kindergartens in Übergangsräume der GWG in der Eugenstraße. Dieser Umzug ist für alle Beteiligte ein großer Kraftakt. In ein paar Wochen steht das Haus leer und wir beginnen mit der Entrümpelung. Danach wird das Haus grundsaniert. Den (Wieder)Einzug planen wir fürAnfang/Mitte 2017.

Es läuft also insgesamt rund und wir danken allen für die Unterstützung!

Falls Ihr uns mit einem Direktkredit unterstützten wollt/könnt und noch Fragen dazu habt oder weitere Infos benötigt, könnt Ihr Euch gerne melden:

verwaltung@huberstrasse.de oder unter 07071/792136.

Mit ganz vielen Grüßen Die Tanten Huber

Förderung genehmigt

Das Projekt wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Modellprogramms „Gemeinschaftlich Wohnen, selbstbestimmt leben“ mit bis zu 200.000€ gefördert.

PM Widmann-Mauz MdB Bund fördert soziales Wohnprojekt in Tübingen

Pressemitteilung 05.10.2015